Die Inhalte im Überblick: Abstracts der Vortragenden

2 ABSTRACTs von ALEXANDER WUNSCH, Heidelberg:

1. Titel des Vortrags am Sa. 04.03.2017, etwa 5-stündig:
„Vom Urknall zur LED – Die gemeinsame Evolution von Licht und Mensch“

Abstract:
Das Licht der Sonne ist die Grundlage allen Lebens, es hat alle Lebewesen vom Einzeller bis zum Menschen maßgeblich geprägt. Unser Leben wird heute jedoch nicht mehr von der Sonne, sondern von Kunstlicht bestimmt.
Der moderne Mensch verbringt etwa 90 % seiner Lebenszeit in geschlossenen Räumen mit elektrischen Lichtquellen. Experten sprechen hierbei sogar von „biologischer Dunkelheit“, da Kunstlicht nicht die Zusammensetzung von Sonnenlicht hat. Die meisten Lichtquellen erzeugen ein Strahlungssurrogat, das nur den reinen Sehvorgang ermöglicht – weitere wichtige Aspekte wie z.B. UV-Licht und Infrarot, bleiben dabei unberücksichtigt.
Während natürliches Licht bei richtiger Anwendung die Gesundheit fördert und sich sogar als Heilmittel eignet, trifft für viele Kunstlichtquellen das Gegenteil zu – sie können den Organismus schädigen.
Elektrisches Licht im 21. Jahrhundert ist digital und aggressiv – das sollte jeder Therapeut wissen, der mit energie- und informationsmedizinischen Methoden arbeitet. Die Photonen aus einer Lichtquelle tragen immer auch die Information ihrer Entstehung mit sich. Wurden sie technisch und digital erzeugt, kann dies im Organismus zu unerwünschten Effekten führen – gutes Licht ist so wichtig wie sauberes Wasser und hochwertige Lebensmittel.

Der Vortrag schlägt einen Bogen von den Wirkungen von Sonnenlicht und Farblicht über die Lichtphysiologie des Menschen bis hin zu den gesundheitlichen Konsequenzen der „LED-Revolution“. Zusätzlich wird die Rolle von Bildschirmen am Arbeitsplatz und die Bedeutung verschiedener Lichtarten auf die Tagesrhythmik thematisiert.

2. Titel des Vortrags am So. 05.03.2017, etwa 5-stündig:
„Selbstoptimierung und Therapie mit farbigem Licht“

Abstract:
Farben sind ein Lebenselixir, ein großzügiges Geschenk von Mutter Natur: Jeder kennt den ergreifenden Augenblick, wenn das Morgenrot bei Sonnenaufgang den Himmel dominiert. Wir spüren die erfrischende Wirkung, die sich beim Betrachten eines leuchtend gelben Rapsfeldes einstellt. Oder die innere Ausgeglichenheit, die das Grün der Bäume bei einem Waldspaziergang hervorruft. Die tiefe Ruhe, die der dunkelblaue Nachthimmel vermittelt, aber auch das belebende Himmelblau eines Sommertages – unzählige Stimmungen werden uns über Farben vermittelt. Stimmungen, die in ganzheitlicher Weise auch auf das innere Milieu und das Vegetativum übergreifen.
Jede Farbe des Regenbogens löst in unserem Organismus ganz gezielt bestimmte Reaktionen hervor – sanft und doch äußerst kraftvoll. Farbiges Licht bietet die Möglichkeit, diese Effekte gezielt zum Einsatz zu bringen. Farben können nagendem Stress entgegenwirken, aber auch sanfte Anregung hervorrufen.
Farben sind in der Lage, mit jedem Organ in Kommunikation zu treten – auf ganz natürliche Weise und ohne jede Chemie. Farben können die Körperfunktionen auf effektive Art unterstützen und helfen, das Leben leichter und gesünder zu gestalten. Die SpektroChrom-Methode nach Dinshah existiert seit über 100 Jahren und verwendet prachtvolle Farben, um die Gesundheit zu erhalten und wiederherzustellen. Sie gilt als die Königin der Farbtherapien. Ein Dutzend genau definierter, kraftvoller Farben stehen zur Auswahl, um dem Organismus in jeder Lage die optimalen Impulse in Richtung Gesundheit und Lebensfreude zu geben.

Der Workshop vermittelt das Basiswissen, um die Spektro-Chrom-Methode mit geeigneten Geräten und farbigen Brillen direkt anwenden zu können.

CV:

Alexander Wunsch ist Arzt, Forscher und Referent in den Bereichen Lichttherapie, Photobiologie und Biophysik. Er erforscht Chancen und Risiken natürlicher und künstlicher optischer Strahlung auf Mensch und Umwelt, berät Politik, Medienvertreter und Industrie bei lichtbiologischen Fragen und entwickelt kurative, präventive und protektive Konzepte und Anwendungen für die Lichttherapie und Lichthygiene beim Menschen.
Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Photobiologie und Phototechnologie (DAfP), der deutschen Lichttechnischen Gesellschaft (LiTG) und Lehrbeauftragter für den Themenbereich “Light and Health” im internationalen Master-Studiengang “Architectural Lighting Design” der Hochschule Wismar. Er hält regelmäßig Vorträge über biophysikalische, lichtbiologische und lichtmedizinische Themen im In- und Ausland.

Homepage:
http://www.lichtbiologie.de/

Engl. Video:
http://video.international-light-association.org/media/mov/SpectroChrome_AlexanderWunsch.mov

ABSTRACT von RICHARD FUNK, Dresden:

Titel des Vortrags am Sa. 04.03.2017, etwa 5-stündig:
„Physiologisch angepasstes Licht – immer wichtiger in unserer hochtechnisierten Umgebung“

In dem Übersichtsvortrag sollen neben allgemeinen Wirkungen von Licht auf den Organismus, auf den Tag–Nachtrhythmus und auf Stoffwechsel und Nervensystem, speziell auch die spezifischen Wirkungen unterschiedlicher Lichtwellenlängen auf die Netzhaut (Retina) gezeigt werden.

So kann es hier durch starke inadäquate Belichtung bei vorbelasteten (degenerativ erkrankten) Netzhäuten sowohl zu oxidativen als auch zu direkten Blaulicht-Schädigungen kommen.
So kann kurzwelliges Licht den Anteil an freien Radikalen und kreativen Sauerstoffspezies in den Außengliedern der Photorezeptoren drastisch erhöhen.

Hier konnten wir in Zusammenarbeit mit einer italienischen Gruppe zeigen, dass auch die Scheibchen (Diszi) in den Außengliedern der Photorezeptoren Atmungskettenenzyme enthalten – also massiv Sauerstoff konsumieren und besonders bei „Blaulicht“ massiv Radikale produzieren. Auch die „Kraftwerke“ der Zellen, die Mitochondrien, können dabei Radikale freisetzen.

Für die Netzhaut bedeutet dies, dass sie besonders für eine Schädigung durch Blaulicht anfällig ist. Die Augenärzte haben auf die Gefährdung durch zu viel kurzwelliges Licht schon reagiert: sie setzen nach Operationen am Grauen Star gelbliche Kunstlinsen anstelle von weißen Linsen ein. Denn sie haben gesehen, dass Patienten, die wasserklare Kunstlinsen eingesetzt bekamen, eine deutliche Beschleunigung des Verlaufs von degenerativen Erkrankungen der Retina aufwiesen, mit erheblicher Verschlechterung der Sehleistung.

Im Gegensatz zum Blaulicht sind seit längerem für rötliches bis infrarotes Licht bei Wundheilung, aber auch bei Entzündungen, positive Wirkungen beschrieben.
Erst in jüngster Zeit haben Studien auch an der Netzhaut eine günstige Wirkung von infrarot bis rotem Licht für Heilungsvorgänge nach Lichtschäden gezeigt, wobei die Atmungskettenmoleküle auch hier eine Schlüsselrolle zu spielen scheinen. Eine protektive Wirkung auf einzelne Zelltypen der Netzhaut, sowie auf neuronale Zellkulturen wurde nachgewiesen. Bei den geschilderten Prozessen sind für den menschlichen Organismus als Ganzes vor allem auf die vegetativen Regulationsvorgänge im Tag – Nacht Rhythmus zu beachten. Dies sollte auch im Design und in einer entsprechenden Steuerung unserer Beleuchtung und unserer vielfältigen Anzeigedisplays seinen Niederschlag finden

2 ABSTRACTs von WOLFGANG MARKTL, Wien: 

1. Workshop am Do. 04.03.2017,etwa 7-stündig: 

         Folgende Themen werden vorgetragen und diskutiert:

  • Überblick über die funktionelle Organisation des Nervensystems
  • Prinzipien der Informationsverarbeitung im Nervensystem
  • Allgemeine Sinnesphysiologie
  • Visuelles System
  • Vegetatives Nervensystem unter besonderer Berücksichtigung der funktionellen Organisation des zentralen Teils des vegetativen Nervensystems
  • Grundlagen einer ganzheitlichen und integrativen Medizin

Das Nervensystem des Menschen hat die Aufgabe, Informationen aus der Umwelt und aus dem Körperinneren aufzunehmen, zu bearbeiten und jeweils zweckentsprechende Reaktionen auszubilden. Alle Informationen die vom Nervensystem aufgenommen werden, können als eine Form von Energie beschrieben werden.
Unabhängig davon, um welche Energieform es sich handelt, erfolgt bei der Energieaufnahme in den menschlichen Organismus eine Umwandlung in elektrische Energie. Als konkretes Beispiel wird das visuelle System detailliert beschrieben.

Es ist in der Biologie und Medizin üblich, zwischen einem somatischen und einem vegetativen Nervensystem zu unterscheiden. Bei dieser Unterscheidung handelt es sich jedoch keineswegs um eine Trennung, sondern es muss zur Kenntnis genommen werden, dass die Integration der ständig einlaufenden und unüberschaubaren Zahl von Informationen eines der wesentlichsten Kennzeichen der Tätigkeit des Zentralnervensystems (d.i. Rückenmark und Gehirn) ist.

Auch daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer ganzheitlichen und integrativen Sicht im Hinblick auf Gesundheit und Krankheit.
Und ganz entschieden auch für den praktischen therapeutischen oder gestaltenden Umgang mit Licht.

2. Symposiumsvortrag am Fr. 03.03.2017, etwa 3-stündig

Die gesundheitliche Bedeutung der Chronobiologie

Chronobiologie bedeutet die Berücksichtigung der Zeitabhängigkeit der Funktionen lebender Organismen. Diese Zeitabhängigkeit manifestiert sich u.a. durch die Tatsache, dass die Lebensvorgänge einen rhythmischen Charakter aufweisen und somit durch Regelmäßigkeit und Vorhersagbarkeit gekennzeichnet sind. Eine, wenn auch bei Weitem nicht die einzige Bedeutung der physiologischen Rhythmen ist die optimale Anpassung der Organfunktionen an die, in der natürlichen Umwelt nachweisbaren rhythmischen Phänomene wie z.B. dem natürlichen Wechsel von Licht und Dunkelheit im Verlauf der 24-stündigen Zeitspanne, die durch den Aufgang und den Untergang der Sonne vorgegeben ist.

Dieser rhythmische Wechsel von Hell und Dunkel hat Einfluss auf die Rhythmen die unserem Organismus innewohnen und eine genetische Grundlage aufweisen. Wie auch andere Lebewesen dieser Erde orientiert sich auch der Mensch im Hinblick auf die Umstellung zwischen Aktivität und Ruhe am Wechsel zwischen Helligkeit und Dunkelheit. Der Mensch ist aber das einzige Lebewesen auf dieser Welt, das in der Lage ist, künstliche Lichtquellen zu erzeugen und zu nutzen, um dadurch dem natürlichen Wechsel zwischen Helligkeit und Dunkelheit zu entgehen. Der Gestaltung dieser künstlichen Lichtquellen kommt daher eine wesentliche gesundheitliche Bedeutung zu, die sich aus den Erkenntnissen der Chronobiologie ableiten lässt. Fragen, die sich aus diesem Zusammenhang ergeben, werden diskutiert.

 

ABSTRACT Grundlagen holistischen Denkens

Herbert J. Klima / Biophotonik-Forschung  / Akademie für Holistische Kultur Wien

Vortrag am Symposium „Licht und Gesundheit“

Abstract

Was Mystiker wie der Hindu SHANKARU (788 – 820) und Philosophen wie Meister ECKEHART (1260 – 1327), Nikolaus von KUES (1401 – 1464) oder Gottfried W. LEIBNIZ (1646 – 1716) uns hinterließen, dass nämlich die Welt der materiellen Vielheit eine Illusion, in Wirklichkeit aber eine Einheit (griech. monas) und Ganzheit (griech. holos) ist, das erkannten die Schöpfer der Quantenphysik wie Erwin SCHRÖDINGER (1887 – 1961) oder Werner HEISENBERG (1901 – 1976) als grundlegende Denker und das vertraten auch deren geistige Schüler wie Carl-Friedrich von WEIZSÄCKER (1912 – 2007) oder Hans-Peter DÜRR (1929 – 2014).

So verkündet uns Erwin Schrödinger in seinem Buch „Mein Leben – meine Weltsicht“: „Darum ist dieses dein Leben auch nicht nur ein Stück des Weltgeschehens, sondern in einem bestimmten Sinn das Ganze.“ Hans-Peter Dürr schreibt in dem Buch „Was die Welt im Innersten zusammenhält“: „Die Welt ist das Eine und Ganze. Im Sanskrit nennt man das Advaita oder Nicht-Dualität, was bedeutet, dass man etwas nicht aufteilen kann.“

Holosophie ist ein kosmisches Bewusstsein, das Wissenschaft, Philosophie, Kunst und Mystik als Perspektiven einer ganzheitlichen Weisheit erkennt.

Holosophie ist aber andererseits ein ganzheitlich-kosmisches Bewusstsein, aus dem Wissenschaft, Philosophie, Kunst und Mystik erst hervorgehen. Holosophie ist daher eine ganzheitlich-kosmische Zusammenschau der Welt, des Geistes, der schöpferischen Seele und des Einen bzw. Ganzen durch Verstand, Vernunft, Schönheit und Güte.

Grundlagen bzw. Prinzipien der Holosophie sind sowohl mit einem kausal, einem komplementär als auch mit einem temporär und permanent ganzheitlichem Bewusstsein verträglich. Holosophische Prinzipien stellen daher sowohl das schöpferischen Werden und Vergehen der physischen Objekte, den Vorgang der Objektkonstitution, d.h. das Verwirklichen von Möglichkeiten durch Angemessenheit bzw. optimale Auswahl als auch das invariante Sein von Ganzheiten (Monanden, Möglichkeiten, potentielle Zustände, Wellenfunktion der Quantenphysik) dar.

Ein fundamentales, ganzheitliches Quantenobjekt der Quantenoptik als Teil der Quantenelektrodynamik ist dasLichtquant bzw. Photon, das die ganzheitlichen Beziehung zwischen quantenhaften elektrischen Ladungsträgern wie Elektronen in der Hülle von Atomen, Molekülen oder Makromolekülen herstellt. Derartige Quantenobjekte senden und empfangen nicht nur Photonen von anorganischen Systemen, sondern natürlich auch von Biosystemen wie Einzelzellen, Pflanzen, Tieren oder Menschen. Während die thermische Emission von Photonen vor allem bei toten Systemen auftritt – was der Urschöpfer der Quantentheorie Max Planck mit der Einführung des Wirkungsquantums 1900 schon zeigen konnte -, senden Biosysteme nichtthermische, hochkohärente Photonen aus, falls das Biosystem gesund ist und sich ganzheitlich verhält.

Biophotonik erforscht das ganzheitliche Verhalten von Biosystemen mittels Biophotonen und ist damit die Wissenschaft von der Photonenemission biologischer Systeme, die sich auch in den Dienst der Ganzheitsmedizin als Symbiose aus Schulmedizin und Komplementärmedizin stellt.

 


Wir freuen uns über Ihr Interesse am SYMPOSIUM – LICHT UND GESUNDHEIT!!